Lebendige Geschichte - Projekt mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen (Kurs Geschichte bili Jahrgang 10)
Liebe Schüler*innen,
stellt euch folgendes vor:
Die Schulzeit endet bereits nach der 8. Klasse oder die Anzahl von Schülern, die eine Chance auf eine weiterführende Schule haben, ist auf zwei beschränkt. Für den Rest ist der direkte Einstieg ins Berufsleben selbstverständlich. Heute ist das kaum vorstellbar, doch genau so sah der Alltag vieler Menschen in der Nachkriegszeit aus.
Mit Themen wie dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1945, der Teilung Deutschlands in Ost und West sowie dem bewegenden Moment des Mauerfalls 1989 beschäftigte sich am 07.05.2026 unser Zeitzeugen-Projekt.
Wir, der bilinguale Geschichtskurs der 10. Klasse, haben uns im Unterricht intensiv mit der Geschichte der BRD und DDR auseinandergesetzt. Dabei wollten wir Geschichte auch außerhalb des Schulbuches kennenlernen. Deshalb planten wir gemeinsam mit unserer Geschichtslehrerin Frau de Nève dieses Projekt, das uns und weiteren Schüler*innen unserer Jahrgangsstufe die Möglichkeit bot, direkte Einblicke in das Leben von Menschen aus dieser Zeit zu erhalten.
Besonders bereichernd war der Austausch mit unseren Zeitzeug*innen Frau Khariouzov, Herrn Karolzyk, Frau Baur und Frau Ritter. In offenen Gesprächen berichteten sie von ihrer Kindheit, ihrer Schulzeit, ihren Berufswegen und ihrem Alltag in der DDR beziehungsweise der BRD. Durch ihre persönlichen Erlebnisse konnten wir die Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland viel besser nachvollziehen und Geschichte aus einer ganz neuen Perspektive erleben.
Darüber hinaus interviewten einige Schüler*innen ihre Großeltern und Eltern zu Erinnerungen und Erfahrungen aus dieser Zeit. Die entstandenen Videos wurden ebenfalls präsentiert und sorgten für viele spannende und emotionale Eindrücke.
Auch Felix und Henrik bereicherten den Tag mit selbst mitgebrachten Gegenständen aus der damaligen Zeit. Durch diese kleine Ausstellung wurden viele Geschichten noch anschaulicher und greifbarer.
Für die Verpflegung wurde durch ein von uns selbst organisiertes Buffet gesorgt.
Am Ende des Projekttages wurde uns vor allem eine wichtige Botschaft mit auf den Weg gegeben:
Verantwortung für Frieden, Freiheit und Demokratie zu übernehmen.
Die Zeitzeug*innen machten deutlich, wie wichtig es ist, Menschlichkeit zu bewahren, kritisch zu denken, Dinge zu hinterfragen und sich eine eigene Meinung zu bilden - auch dann, wenn diese nicht der Mehrheit entspricht. Denn nur so können wir dazu beitragen, dass sich die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholen.
Kommentare